Vorgestern hat ein Bursche eine Sozialpädagogin geschlagen und getreten, so dass sie in ärztliche Behandlung musste. Er hat die ganze Zeit provoziert und ist schließlich auf sie losgegangen. Die Woche vorher hat ein Mädchen mit Selbstmord gedroht, hat Haarspray inhaliert und hat randaliert. Die Kinder und Jugendlichen machen diese Dinge aus einer inneren Verzweiflung heraus. Der Bursche will und kann nicht akzeptieren, dass er (noch) nicht zurück zu seiner Mutter kann obwohl er sich bis jetzt so zusammen gerissen hat. Sein Mutter traut es sich (noch) nicht zu mit ihm. Und auch das Mädchen möchte zurück zu ihrer Mutter. Obwohl sie mit ihr in den letzten Jahren nur gestritten hat und nicht mehr zur Schule gegangen ist. Auch bei uns verweigert sie immer wieder die Schule. Beide brauchen Hilfe. Sehr dringend und sehr kompetent. Dafür sind wir da.
Und jetzt kommt Weihnachten. Das Fest der Familie, des Friedens, der inneren Einkehr. Natürlich wollen auch wir den Kindern diese Werte vermitteln, wollen ihnen angenehme und friedliche Weihnachten bereiten.
Da tut sich eine Schere auf im Kopf. Wie geht das? Wie gehen wir das an? Wir schaffen wir das?
Eigentlich jedes Jahr die gleiche Frage. Und die gleiche Schere im Kopf.
Da kann ich euch nur das Beste wünschen – fröhliche Weihnachten, kommt mir dabei kaum “über die Lippen” – aber ich bin ganz sicher, dass ihr das so gut wie irgendmöglich löst.